Regionaltag Rheinhessen professionalisiert seine Strukturen: Einrichtung einer Geschäftsstelle einstimmig beschlossen

Mit einigen ganz konkreten Beschlüssen hat der Regionaltag Rheinhessen die Weichen gestellt, um die Zusammenarbeit der beiden Landkreise und der beiden kreisfreien Städte noch intensiver zu gestalten.

Regionaltag Rheinhessen professionalisiert seine Strukturen: Einrichtung einer Geschäftsstelle einstimmig beschlossen

Einstimmig haben die Vertreterinnen und Vertreter aus den vier Gebietskörperschaften zum Beispiel beschlossen, dass künftig eine Geschäftsstelle die Arbeit des Regionaltages und seiner politischen Initiativen koordinieren soll. Die zunächst im Umfang einer halben Stelle geplante Geschäftsstelle wird organisatorisch angedockt in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen – der Landkreis Alzey-Worms sowie die Städte Mainz und Worms beteiligen sich jeweils zu gleichen Teilen an deren Finanzierung. Dieser Beschluss muss nun noch von den Kreistagen und Stadträten abgesegnet werden, ehe die Geschäftsstelle ihre Arbeit aufnehmen kann.

Eine wichtige Aufgabe der neuen Geschäftsstelle wird es sein, die Sitzungen des Regionaltages und seiner Arbeitsgruppen zu organisieren und die Ergebnisse der dort geleisteten Facharbeit zu dokumentieren, in die jeweils zuständigen Bereiche der Städte und Landkreise sowie den politischen Raum zu transportieren: „Die dadurch geschaffene Struktur und gewonnene Transparenz wird dazu beitragen, dass die Arbeit des Regionaltages und der Arbeitsgruppen nachhaltiger und damit auch effektiver wird“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer, die in diesem Jahr den Vorsitz des Regionaltages inne hat. Bei der Sitzung ebenfalls dabei waren die beiden Oberbürgermeister Michael Ebling (Mainz) und Adolf Kessel (Worms) sowie der Landrat von Alzey-Worms, Heiko Sippel.

Zudem hat der Regionaltag die Einrichtung zweier neuer Arbeitsgruppen beschlossen: Kultur sowie Gesundheit und Pflege. Für den Bereich Kultur hat Volker Gallé, ehemaliger und inzwischen im Ruhestand weilender Kulturkoordinator der Stadt Worms, die Grundzüge der Arbeit skizziert. Demnach soll das Gremium aus Mitgliedern des Regionaltages, Vertreterinnen und Vertretern der vier Kulturverwaltungen und unter Beteiligung von Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen – unter Leitung des Landkreises Alzey-Worms – vor allem einen „Masterplan Netzwerk Kultur“ erarbeiten und umsetzen. Die Federführung des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege übernimmt der Landkreis Mainz-Bingen. In dieser AG soll unter anderem eine gemeinsamen rheinhessischen Gesundheitskonferenz geprüft und die ärztliche Versorgung zwischen Stadt und Land thematisiert werden.

Aus der Arbeitsgruppe Digitalisierung berichtete der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Hier gab es nach ersten Arbeitstreffen Ideen wie etwa die Entwicklung einer Rheinhessen-Cloud, gemeinsame digitale Strukturen für den Katastrophenschutz oder ein einheitliches Geoinformationssystem. Der Regionaltag erteilte nun den Auftrag, diese Ideensammlung in weiteren Treffen der AG zu konkretisieren und eine Prioritätenliste mit konkreten Projekten zu erstellen.

Eine engere Zusammenarbeit unter den vier Gebietskörperschaften bahnt sich zudem bei der regionalen, rheinhessenweiten Schulentwicklungsplanung an. Nachdem in der vergangenen Sitzung des Regionaltages im November 2020 ein entsprechender Antrag einstimmig beschlossen wurde, soll die Thematik auf Ebene der für die Schulentwicklungsplanung verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Verwaltungen weiterverfolgt werden. Im Mai ist hierzu nun ein erster Gesprächstermin anberaumt, bei dem über gemeinsame Grundlagen, Notwendigkeiten und Ziele bei der Schulplanung gesprochen werden soll: „Wir legen dabei die einzelnen Pläne übereinander, um festzustellen, wie sich die Zusammenarbeit und eine gemeinsame Planung künftig gestalten kann“, sagte Dorothea Schäfer.

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