Hochwasserkatastrophe: Ehrenamtliche im Einsatz – Landrätin bittet um Verständnis

Schäfer appelliert gemeinsam mit dem gesamten Kreisvorstand an alle Arbeitgeber in der Region: „Bitte stellen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre ehrenamtliche Arbeit in den beteiligten Organisationen von der Arbeit frei!“

Hochwasserkatastrophe: Ehrenamtliche im Einsatz – Landrätin bittet um Verständnis

Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat Menschenleben gekostet, Hab und Gut ist verloren, die Infrastruktur vielerorts zerstört. Mit einem unglaublichen Engagement und oft bis zur völligen Erschöpfung kämpfen Helferinnen und Helfer vor Ort darum, die Folgen des Unglücks zu bekämpfen. Darunter sind auch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen des Sanitätsdienstes, Feuerwehr, THW, DLRG und anderen Organisationen, die sich im Katastrophenschutz engagieren.

„Wir alle kennen die schrecklichen Bilder, manche haben vielleicht sogar Freunde, Verwandte oder Kollegen, die selbst betroffen sind. Sie alle brauchen Hilfe und Unterstützung“, so Landrätin Dorothea Schäfer. Sie appelliert deshalb gemeinsam mit dem gesamten Kreisvorstand an alle Arbeitgeber in der Region: „Bitte stellen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre ehrenamtliche Arbeit in den beteiligten Organisationen von der Arbeit frei!“

Landrätin und Beigeordnete lassen sich von aus dem Krisengebiet zurückgekehrten Helferinnen und Helfern berichten und wissen deshalb, dass solche Einsätze nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastend und schwierig sein können. „Wir sind bewegt, dass die Ehrenamtlichen dennoch immer wieder helfen wollen, dass sie an vorderster Front stehen und trotz der kräftezehrenden Arbeit und der sehr schwierigen Lage dort in den Einsatz wollen, um den Menschen zu helfen“. Auch wenn viele der Kräfte tatsächlich derzeit noch nicht durch die Einsatzleitung in Ahrweiler abgerufen wurden und lediglich in Bereitschaft stehen, wisse sie, dass die Ehrenamtlichen helfen wollen und darauf brennen, endlich ihren Beitrag leisten zu können.

Für sie ist es deshalb gar keine Frage, dass die Kreisverwaltung ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Sanitätsdienste, die Freiwilligen Feuerwehren, THW oder DLRG in das Krisengebiet fahren, von der Arbeit dafür freistellt. „Das ist ein kleiner Beitrag, neben anderen, mit dem wir die betroffenen Menschen und die gesamte Region unterstützen können. Das machen wir selbstverständlich und wir bitten alle Arbeitgeber, dass sie dort, wo es im betrieblichen Ablauf irgendwie möglich ist, das ebenso zu tun!“ Sie bittet auch um Verständnis dafür, wenn Personen angefordert, dann aber doch nicht in den Einsatz kommen oder sehr kurzfristig angefordert werden: „Es ist nachvollziehbar, dass das die Betriebe zusätzlich belastet, weil es auch die interne Planung erschwert. Aber auch hier bitten wir um Verständnis, die nach wie vor schwierige Lage vor Ort macht eine kurzfristige Umplanung manchmal nötig.“ Sie wisse, dass alle Helferinnen und Helfer des Landkreises mit aller Kraft und vollem Einsatz dabei sein werden, sobald sie durch die Einsatzleitung in Ahrweiler angefordert werden.

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