Nierstein startet einen virtuellen Rundgang: Geschichte auf Schritt und Tritt erfahren

Einfach mit dem Smartphone den QR-Code scannen und schon startet der Audioguide, die neue KulTOUR – historisches Nierstein. Über 30 Geschichten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Niersteins und Schwabsburgs sind per interaktivem Rundweg verbunden.

Nierstein startet einen virtuellen Rundgang: Geschichte auf Schritt und Tritt erfahren

„Das ist Kino für die Ohren“, so beschreibt Markus Appelmann von der Agentur inMEDIA den innovativen virtuellen Rundgang. Jochen Schmitt, Bürgermeister von Nierstein, und Otto Schätzel, Erster Beigeordneter Niersteins, ergänzen: „Es handelt sich um ein einmaliges Projekt in Rheinhessen. Bei der ‚KulTOUR – historisches Nierstein‘ können unsere Besucherinnen und Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt erleben.“ Zwischendrin gebe es immer die Möglichkeit einzukehren oder andere Highlights in Nierstein und Schwabsburg zu erfahren.

Eine spannende Reise durch die Niersteiner Historie

Wie haben die alten Ritter und Weinbarone gelebt, welche spannenden Geschichten gibt es über die älteste Weinlage Deutschlands und die geheimen Gänge unter dem Marktplatz? „Antworten auf diese Fragen gibt es an den einzelnen Stationen der neuen Rundgänge. Die Informationen haben wir über Jahre hinweg zusammengetragen. Unsere Botschaft: Geschichte kann so spannend sein“, sagt Hans-Peter Hexemer, der Vorsitzende des Geschichtsvereins Nierstein. „Gerne haben wir an den Texten, Audiotakes und Videobeiträgen mitgewirkt. Sie sind zugleich Einstieg zu ausführlichen Informationen, die wir in unseren zahlreichen Publikationen bieten“, ist sich Dr. Susanne Bräckelmann, die zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins, sicher.

Wie funktioniert der virtuelle Rundgang?

QR-Codes können mit dem Smartphone oder Tablet eingescannt werden. Danach öffnet sich automatisch eine Homepage mit Bildern und Audioguides. Über 30 Tracks zu den schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aufgeteilt auf zwei Niersteiner und eine Schwabsburger Tour. Mittels einer digitalen Karte gelangt man von Station zu Station. Einstiegspunkte sind der Marktplatz, der Bahnhof, der Fähranleger und das Rathaus. „Auch ausländische Touristen heißen wir herzlich willkommen. Die Touren gibt es auch in englischer, französischer und niederländischer Sprache“, so Klaus Penzer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, und Rudolf Felgner, der Leiter des Tourismus Service Centers der Verbandsgemeinde.

„Wir machen History fürs Handy“ fasst der Journalist Dr. Jochen Werner das Projekt zusammen. Er hat die Niersteiner Historie familiengerecht aufbereitet, in seinem Niersteiner Tonstudio aufwändig vertont und dazu vier kurzweilige Filme gedreht. „Unsere Filme und Audiofiles haben natürlich hohen Anspruch auf historische Richtigkeit, sollen aber auch gleichzeitig Besucher unterhalten, die vielleicht nur auf ein Glas Wein nach Nierstein gekommen sind, und nun Niersteins Geschichte und Geschichten mit nach Hause tragen und dort davon erzählen.“

Bilder im Kopf

„Dadurch, dass die Aufnahmen mit vielen Soundeffekten unterlegt wurden, entstehen beim Zuhören automatisch Bilder im Kopf – Geschichte wird lebendig“, so Markus Appelmann. Die Vorteile dieser individuellen Stadtführung liegen auf der Hand: Man entscheidet selbst, wann man startet, was man sich ansieht und ob man eine Pause einlegt. Mit dem Audioguide steht man nicht in einer Gruppe, sondern ist „seine eigene Gruppe“, ergänzen Jochen Schmitt und Otto Schätzel. „Wir möchten mit dem virtuellen Audioguide-Rundgang die Hotellerie und Gastronomie der Region Rhein-Selz unterstützen“, bringt es Bürgermeister Klaus Penzer auf den Punkt.

Fazit: Das KulTOUR-Konzept erfüllt die Vorgaben der Tourismusstrategie Rheinhessen – „Erlebnis.Wein.Kultur.Landschaft“ in vollem Umfang. „Es ist der richtige Schritt in unsere Qualitätsstrategie“, schließen alle Beteiligten.

Hinter dem interaktiven Stadtrundgang stehen die Stadt und der Geschichtsverein Nierstein, das Tourismus Service Center der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, das Team der Agentur inMEDIA und Sprecher Dr. Jochen Werner. Das Projekt wird durch die Europäische Union unterstützt.

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