Corona-Ausbruch in Mainz-Binger Seniorenheim: Bisher nur leichte Krankheitsverläufe

Für die betroffene Station wurde Quarantäne sowie ein Besuchsverbot und ein Aufnahme-Stopp angeordnet.

Corona-Ausbruch in Mainz-Binger Seniorenheim: Bisher nur leichte Krankheitsverläufe

In einem Seniorenheim im Landkreis Mainz-Bingen gibt es einen Ausbruch des Corona-Virus.

18 Bewohner, alle aus einem Wohnbereich, und drei Mitarbeiter aus dem gleichen Bereich sind im PCR-Test positiv. Die gute Nachricht ist: Bisher waren keine Krankenhauseinweisungen notwendig, alle Betroffenen zeigen nur leichte oder keine Symptome.

„Allerdings zeigt uns dieser Fall: Einen 100-Prozentigen Schutz vor einer Infektion gibt auch die Impfung nicht“, sagte der für das Gesundheitsamt zuständige 3. Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus. Denn nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen waren alle Personen – bis auf eine – geimpft. „Die leichten Verläufe zeigen aber dennoch den positiven Einfluss der Impfung auf die Schwere der Krankheit“, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Mainz-Bingen, Dr. Dietmar Hoffmann. Wer geimpft ist, schützt sich in den allermeisten Fällen vor einem schweren Krankheitsverlauf und verhindert auch Todesfälle durch Corona.

Nach einem positiven Schnelltest bei einer Person und anschließendem positiven PCR-Test wurden anschließend weitere Bewohner und die Belegschaft getestet. Am heutigen Montag wurden dann sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses abgestrichen – weitere Testergebnisse stehen also noch aus. Das betroffene Heim hat ein gutes Hygienekonzept und bereits mit dem ersten Fall die notwendigen Schritte eingeleitet.

Für die betroffene Station wurde Quarantäne bis vorerst Freitag, 3. September sowie ein Besuchsverbot und ein Aufnahme-Stopp angeordnet. Die Heimaufsicht ist informiert, ebenso die Angehörigen soweit wie möglich. Je nachdem, was die weiteren Tests ergeben, können auch noch weitere Schritte für weitere Bereiche des Hauses eingeleitet werden. Die Belegschaft arbeitet im Kontakt mit den Bewohnern unter Vollschutz – zum Beispiel FFP2-Masken, Schutzbrille, Schutzkittel.

In der betroffenen Einrichtung erfolgte die zweite Impfung Anfang Februar: „Dies bestätigt die aktuellen Planungen, zumindest für Hochbetagte und Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr eine dritte Impfung anzubieten“, sagte Dr. Dietmar Hoffmann weiter. Denn auch in anderen Einrichtungen sei mit vergleichbaren Ausbrüchen zu rechnen, hier sei neben der bekannten Basishygiene eine erhöhte Aufmerksamkeit hinsichtlich der Krankheitssymptome ebenso wichtig wie die Testung von Gästen, Belegschaft sowie Bewohnern. „Die Heime müssen sich darauf einrichten, dass es trotz Impfung erneut zu Ausbrüchen kommen kann, genügend Schutzmaterialen vorhalten und ihre Hygienepläne auf dem aktuellen Stand halten. Bei Verdachtsfällen sollte möglichst eine PCR-Testung angestrebt werden.“

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