Bundesnotbremse: Neue Coronaregeln gelten ab 24. April im Landkreis Alzey-Worms

Bundeseinheitliche Regelungen / Keine Allgemeinverfügungen des Kreises mehr.

Bundesnotbremse: Neue Coronaregeln gelten ab 24. April im Landkreis Alzey-Worms

Bundeseinheitliche Vorschriften regeln ab 24. April das öffentliche Leben während der Corona-Pandemie. Der vom Robert-Koch-Institut tagesaktuell veröffentlichte Sieben-Tage-Inzidenzwert gilt dabei als Richtlinie – etwa für die Öffnung oder Schließung von Geschäften oder für die Umsetzung bestimmter Unterrichtsformen in den Schulen.

Allgemeinverfügungen des Kreises entfallen.

Im Wesentlichen ändern sich folgende Punkte:

Überschreitet die durch das Robert-Koch-Institut festgelegte Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100, wie im Landkreis Alzey-Worms der Fall, so gelten dort ab dem übernächsten Tag unter anderem folgende Maßnahmen:

‍Ab einem Inzidenzwert von 100 gelten Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr. Joggen und Spazierengehen alleine ist bis 24 Uhr erlaubt.

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind nur gestattet, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14, Lebensjahres teilnehmen. Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen im Privaten werden geahndet.

Die generelle Öffnung von Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr ist untersagt. Ausgenommen hiervon sind der Einzelhandel des täglichen Bedarfs, unter anderem der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Buchhandel, Reformhäuser, Apotheken und Sanitätshäuser, Optiker, Tankstellen Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte und Gartenmärkte.

Festgelegte Abstände zwischen den Kunden sind einzuhalten, Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) oder eine medizinische Gesichtsmaske sind zu tragen.

Für den übrigen Einzelhandel gilt: Zulässig bleibt bei einer Inzidenz bis 150 „click and buy“: Ladengeschäfte können für einzelne Kundinnen und Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum öffnen, wenn die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kundschaft nicht höher ist als eine Person je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche und diese beständig einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander einhalten können. Die Kundin oder der Kunde muss ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor Inanspruchnahme der Leistung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen. Zudem muss der Betreiber die Kontaktdaten der Kunden, mindestens Name, Vorname, eine sichere Kontaktinformation (Telefonnummer, E-Mail-Adresse o-der Anschrift) sowie den Zeitraum des Aufenthaltes erheben.

Die Öffnung von Gaststätten ist untersagt. Speisen können weiterhin zur Mitnahme verkauft oder ausgeliefert werden.

Bei der Nutzung des ÖPNV (Busse und Bahnen und auch Taxen und Schülerbeförderung) müssen Atemschutzmasken getragen werden (FFP2 oder vergleichbar).

‍Schulen: Aktuell wird Wechselunterricht umgesetzt. Die Teilnahme ist nur zulässig für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte, die zweimal in der Woche mittels eines anerkannten Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden.

Überschreitet der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert 100, so ist die Durchführung von Präsenzunterricht am übernächsten Tag nur in Form von Wechselunterricht möglich.

Bei Inzidenzen von mehr als 165 ist nur Fernunterricht erlaubt.

Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport machen.

Für Besuche beim Friseur, der Fußpflege, in Zoos und botanischen Gärten werden tagesaktuelle (24 Stunden gültig) Tests nötig. Hierzu muss eine Bescheinigung vorgelegt oder ein zertifizierter Test vor Ort durchgeführt werden.

Diese Vorschriften gelten längstens bis zum 30. Juni 2021.

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